Digitale Fotografie – die Geschichte einer technischen Revolution

 

Das Bedürfnis der Menschheit, das was man gerade sieht oder hört, zu verewigen, liegt schon tausende von Jahren zurück und seit Bestehen der Fotografie hat sich die Technik nicht so schnell weiterentwickelt wie in den letzten 50 Jahren.

Auf der Internetseite der „kieler-fotografie“ sieht man beeindruckende Aufnahmen, wie zum Beispiel den "kieler Hafen" oder die "kieler Förde" und insbesondere denkt man bei solchen Fotos, dass man selbst an diesem Ort ist und man kann sich somit in die Stimmung hineinversetzen. Dies war bei der Betrachtung alter unscharfer Schwarz-Weiß-Produktionen noch nicht der Fall. Doch im Laufe der Zeit wurde die Fotografie erheblich verbessert. Viele glauben, dass durch die Technik alles von selbst geht und automatisch gute Bilder entstehen. Dies ist natürlich nicht so und genauso wie bei der Musik ist das Gefühl (zum Glück) noch nicht berechenbar. Das Zusammenspiel des Fotografen und der Technik bringen jedoch das harmonische Ergebnis.

 

Die „kieler-fotografie“ ist eine Plattform, die dem Betrachter darstellen soll, wie schön das Fotografieren sein kann. Die „kieler-fotografie“ ist, wie viele andere Fotografen auch, auf dem neuesten Stand der Technik. Doch der Weg von den ersten Aufnahmen in der Geschichte, bis hin ins digitale Zeitalter der Fotoaufnahmen war lang. Diese historische Zusammenfassung zeigt die beeindruckende Entwicklung einer faszinierenden Leidenschaft.

Bereits im Jahre 500 v. Chr. entstanden die ersten Erklärungen des „Lochkamera-Modells“, das ein Bild mittels Sonnenstrahlen über eine Öffnung auf den Kopf stellt.

Im Jahre 1685 erstellte Johann Zahn einen Entwurf für die erste tragbare Kamera, doch es gab ab diesem Zeitpunkt mehrere erfolglose Versuche, eine funktionierende Kamera zu bauen. Diesen Erfolg ist erst im Jahre 1814 Joseph Nicephore Niepce gelungen. Da jedoch diese Bilder nicht dauerhaft waren, wurde die Erfindung nicht offiziell anerkannt. Das erreichte erst im Jahre 1829 Louis Daguerre. Der Grundstein der Fotografie war gelegt und sie entwickelte sich nun permanent weiter und bekam insbesondere nach Einführung von Farbbildern eine Qualität in höchstem Maße. Trotz allem gelang den Entwicklern noch ein weiterer Meilenstein in der Fotografie, indem die beiden Forscher Willard Boyle und George Smith im Jahre 1969 den CCD-Chip erfanden. Die digitale Fotografie war geboren und bereits vier Jahre später kam die erste digitale Fernsehkamera auf den Markt.

Verschiedene alte Kameras

Weiterentwicklung digitaler Fotografie

In einer Zeit, in der sich alle 15 Monate die Rechnergeschwindigkeiten verdoppeln, ist eine Weiterentwicklung auch bei der digitalen Fotografie nicht mehr aufzuhalten. Das Rennen um die Pixel ist genauso präsent, wie der Kampf um die Speicherkapazität und das Gewicht. Im Zuge der künstlichen Intelligenz (KI) werden zukünftig automatische Zuordnungen von Bildern und die Kombination mit Bilderkennungsprogrammen den Menschen privat und gewerblich unterstützen und aufgrund der großen Nachfrage werden Digitalkameras nicht nur besser, sondern auch günstiger sein. Durch die Kombination digitaler Aufnahmen und der Überlappung reeller Motive, ist man in der Lage, in Echtzeit das was man über seine Kamera im Display sieht und bereits erstellter Aufnahmen zusammen als ein Bild, zu sehen. Bei dieser Vorgehensweise, namens „Augmented Reality“ sind digitale Bilder die Basis einer zukunftsorientierten Fotografie.

Trotz aller Technik muss man jedoch eins im wahrsten Sinne nicht aus dem Auge verlieren:

Fotografie ist eine Kunst und eine gute Aufnahme ist und bleibt die Kombination von dem Gefühl des Fotografen zum Motiv, der Position des Motivs, des Lichts und nicht zuletzt der eingesetzten Technik.

 


Alte Kamera

Funktionsweise der digitalen Fotografie – Vor- und Nachteile

Digitalkameras haben im Prinzip dieselbe Bauweise, wie eine herkömmliche Fotokamera. Allerdings belichten diese das Fotografierte nicht auf einen Film, sondern wandelt die Bilder mittels eines Lichtsensors in digitale Informationen um und speichern diese auf einen Chip. Dieser ist in der Kamera so angebracht, dass das Licht über das Objektiv auf die einzelnen Zellen des Chips projiziert werden. Je nach Stärke und Dauer des Lichteinfalls sammeln sich an den Zellen unterschiedlich viele Elektroden an. Durch die Zuordnung der einzelnen Pixelkoordinaten und dem dazugehörigen Helligkeitswert wird das Bild digitalisiert und auf dem Halbleiter abgelegt. Die Qualität der digitalen Aufnahmen ist abhängig von der Anzahl der Pixel. Diese lagen bei der ersten Kamera im Jahre 1973 bei 0,01 Megapixel. Mittlerweile gibt es schon Exemplare mit über 3000 Megapixel, wobei die handelsüblichen Geräte mit ca. 20 Megapixel eine exzellente Bildqualität wiedergeben, die mit einem Bild herkömmlicher Spiegelreflexkameras zu vergleichen ist.

Da sämtliche Informationen einzeln gespeichert sind, können diese auch nachträglich auf der Kamera selbst oder über einem Computer ausgelesen, verändert und wieder neu abgespeichert werden. Durch diese Art von Bildern, ist es nun auch möglich, diese zu vervielfältigen, an verschiedenen Geräten zu speichern und sogar als Nachricht zu übertragen. Sofern man ein „echtes Bild“ in der Hand halten bzw. an die Wand hängen möchte, ist der Druck mittels eines Druckers jederzeit möglich. Hierzu wird spezielles Fotopapier verwendet.

Der Einsatz einer Digitalkamera bietet sehr viele Vorteile gegenüber der herkömmlichen Fotografie. Sämtliche Aufnahmen können dauerhaft gespeichert werden und sind jederzeit verfügbar, über Computer veränderbar und können nach Belieben wieder gelöscht werden.

So ist es möglich, direkt nach der Erstellung eines Fotos, die Korrektur am selben Gerät zu optimieren. Durch die Lichtempfindlichkeit sind Aufnahmen auch in dunklerer Umgebung möglich und Dank des großen Speichers kann man mit einer Digitalkamera viel mehr Bilder erstellen als bei einem herkömmlichen Film. Da Digitalkameras per USB bzw. mittlerweile sogar kabellos mittels Bluetooth Daten bzw. Steuerungsfunktionen übertragen, ist die Verkettung mit zusätzlichem Equipment, wie z.B. Lichtformer, Akkublitzen, Leuchten und auch der gesamten Beleuchtung möglich. Da die Geräte immer kleiner und leichter werden, macht auch ein Einsatz im Gelände bzw. in der Natur kein Problem.

Als Nachteil ist eigentlich nur die begrenzte Druckqualität zu erkennen, da diese vom jeweiligen Drucker abhängig ist und ein vergleichbares Ergebnis meistens nur mit sehr teuren Druckern erreicht wird. Insgesamt ist die Anschaffung des gesamten Equipments zur digitalen Fotografie teurer als bei der klassischen Art, doch da die meisten bereits einen Computer besitzen und Elektronik aufgrund der hohen Nachfrage immer günstige wird, hat sich die digitale Fotografie schon durchgesetzt.

Digitale Fotografie in Kunst | Schülerlexikon | Lernhelfer

Geschichte der Digitalfotografie - Immer schärfer - Digital - SZ.de (sueddeutsche.de)

Die Geschichte der Digitalfotografie (Teil 1) - digitalkamera.de - Meldung


Neue Digitalkamera