Die Kieler Förde…..

Die Entstehung der Kieler Förde begann bereits vor 37.000 Jahren in der letzten Eiszeit. Die lange und schmale Förde an der Ostsee ist heute 17 Kilometer lang. Sie liegt zwischen den Landschaften Wagrien im Osten und dem Dänischen-Wohld im Westen, und erstreckt sich vom Stadtzentrum am südlichen Ende der Hörn bis zur Außenförde, die dann in die Kieler Bucht übergeht.

An der bekannten „Friedrichsorter Enge“ ist die Förde nur einen Kilometer breit und bildet einen natürlichen Tiefwasserhafen. In früherer Zeit wurde dieser durch die „Festung Friedrichsort“ gesichert.

Am Ostufer Kiels mündet die Kieler Förde in den Fluss Schwentine der auch zu einem der bekanntesten Erholungsgebiete der Stadt gehört. Die ebenfalls weltweit bekannten Schleusenanlagen am Nord-Ostsee-Kanal befinden sich am Westufer der Kieler Förde.

Dieser Kanal ist heute die meistbefahrene künstliche Wasserstraße weltweit, und erspart der Schifffahrt zwischen Nord und Ostsee einen fast 800 Kilometer längeren Weg, um die Halbinsel Jütland durch das Skagerrak und Kattegat.

Auf der Kieler Förde besteht ein sehr hohes Aufkommen an Schiffsverkehr, dass vor allen Dingen aus Handelsschiffen,

Auto- und Personenfähren besteht. Aber auch private

Segel- und Motorboote nutzen diesen Weg. Besonders die hohe Anzahl von Liegeplätzen an den Fördeorten wissen die Wassersportler zu schätzen.

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Kieler Förde mit Segelschiffen
Color Magic auf der Kieler Förde

Ein weniger bekanntes Merkmal der Kieler Förde ist, dass unter ihr ein fast 1400 Meter langer Fernwärmetunnel verläuft.

Obwohl der Mensch durch Hafenanlagen, Schiffsverkehr und diverse Befestigungen der Ufer das Bild der Kieler Förde stark geprägt hat, konnte auch die Natur Einzug halten. Weit über 30 verschiedene Fischarten nutzen die Kieler Förde als ihren Lebensraum. Hierzu gehören zum Beispiel der Dorsch, Meerforellen, Flussbarsch und natürlich die allzeit beliebten Heringe.

In der Geschichte der Kieler Förde ist es auch häufig zur Vereisung im Winter gekommen. Allein in den Jahren 1849 - 1897 musste die

Kieler Förde an 22 Wintern wegen Vereisung komplett gesperrt werden.

Auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg z.B. in den Jahren

1947, 1956 und 1963 trat dieses Phänomen auf.

Auch in dem berühmten Winter von 1978/79 der „Schneekatastrophe“ in Norddeutschland, mussten Eisbrecher die Fahrrinnen für die Schifffahrt freimachen.

Die Kieler Förde gehört genauso wie der Kieler Hafen und viele andere Sehenswürdigkeiten unverzichtbar zum Bild Schleswig-Holsteins und damit zum Bild der Landeshauptstadt Kiel.